Platz im Platz – Drei Orte im gemeinsamen Gefüge
Einheitliche Oberfläche Farbasphalt Konglomerat
Die besonderen Gebäudeensembles verlangen Zurückhaltung in der Gestaltung der Freiräume. Vorgeschlagen wird daher ein einheitlicher, warmtoniger Farbasphalt, der durch unterschiedliche Zusatzkörnungen und Bearbeitungen auf Nutzungszonen reagiert. (RVS tauglich!)
Granitsaum
Ein Natursteinband entlang der Fassaden fasst die Flächen zusammen und erinnert an historisches Traufenpflaster.Empfohlen wird der in Altstädten häufi g genutzte Herschenberger Granit in grau-gelblichen Tönen.
Platzintarsien
Sowohl am Anton-Neumayr-Platz also auch am Herbert-von-Karajan-Platz wird die Platzfl äche durch eine ebene und versickerungsoffene Platzintarsie ergänzt.
Platzbäume
Bauminseln auf den Plätzen setzen Akzente, spenden Schatten und verbessern das Mikroklima. Vorgeschlagen werden aufgeastete Platanen, Hopfenbuchen, Gleditschien und Roteschen.
Anton-Neumayr-Platz
Das Umfeld des Marienbrunnens wird neu geordnet. Die Stufenanlage wird so erweitert, dass sich konsumfreie Sitzgelegenheiten und geordnete, wassergebundene, mit Untersberger Marmor gefasste Sitzterrassen bilden. Eine schattenspendende Gleditschie mit lichter Krone stellt den atmosphärischen Akzent des Gastgartens Humboldts her. Der Gastgarten der Szene wird bewahrt und mit einem lockeren und biodiversen Staudenbeet umrahmt. Der unweit davon entfernte Trinkbrunnen wird der neuen Rot-Esche zugeordnet. Der Gastgarten um die Birken wird geöff net und auf eine Ebene gebracht. Die Konglomerateinfassungen bleiben erhalten.
Bürgerspitalsplatz
Vor allem hier bindet der einheitliche Belag die unterschiedlichen Bereiche (Fahrbahn mit dem Umfeld) zusammen und lässt eine gestalterische und gleichberechtigt genutzte Zone entstehen. Die Belagsmasse wird außerhalb der eigentlichen Fahrbahn mit farbigem Korn angereichert und durch die Bearbeitung sichtbar. Der
vorhandene Baum wird durch eine großkronige Hopfenbuche ersetzt. Der Bestandsbrunnen bleibt erhalten. Die vorhandenen Natursteineinbindungen aus der Getreidegasse und dem Badergässchen bleiben erhalten und werden zu einem bereiteren Saum ausgebildet.
Herbert-von-Karajan-Platz
Die vorhandenen Höhendiff erenzen, die aus der straßengerechten Oberfl ächenplanung stammen werden nivelliert. Es entsteht ein ruhiges, gleichmäßiges Gefälle zwischen Pferdeschwemme und Bürgerhäusern. Die aufgebauten Gastgartenterrassen sind damit verzichtbar. Der ursprüngliche Sigmundsplatz erhält eine neue Baumgruppe und adressbildende Staudenbeete. Die Baumgruppe bietet Schatten und wertet die Gastgärten auf. Sie werden an der Stelle der historischen Heuwaage, einem längst abgetragenen durchaus prägnanten Gebäudeelement mit vertikaler Ausprägung gepflanzt.
Fakten
Kurzbeschreibung: Innenstadt Salzburg - Begegnungszone
Realisierungswettbewerb , 3. Preis: 04.2026
Kooperation: udo heinrich architekten
Illustrationen



Grundrisse WB



