Karree St. MarxDas „Karree St. Marx“ stellt ein städtebauliches Entwicklungskonzept am Übergang der dicht verbauten Stadt zur gewerblichen Peripherie Wiens dar. Hier entstehen derzeit, auf Basis des Masterplans, den 3:0 gemeinsam mit dem Büro Geiswinkler im Jahr 2004 entwickelt haben, ca. 340 geförderte Wohnungen auf 3 Bauträgerplätzen sowie dichte Zeilenverbauung mit gemischten Nutzungen an der „Stadtkante“ zur Schlachthausgasse. Der spannendste Aspekt für dieses neue Wohngebiet liegt, aus der Sicht der Landschaftsarchitektur, in der unmittelbaren Nachbarschaft zum Wiener Naturdenkmal “Donauprallhang“ und der Lage im Landschaftsraum des Erdberger Mais mit seinen stark pannonisch geprägten Vegetationsstrukturen. Dieses Thema wurde von 3:0 sowohl bei der Erstellung des übergreifenden Masterplans, wie auch bei der Bearbeitung der landschaftsarchitektonischen Detailprojekte für die Bauträgerplätze D (Bauhilfe mit Querkraft) und C (Sozialbau mit Geiswinkler) weiterentwickelt. Ganz im Sinne des "Landscape Urbanism" als Versuch im Wiener Wohnbau. Der Freiraum im Karree St. Marx zeichnet sich durch eine über alle Bauträger-plätze erstreckende (!), standortgerechte und somit ökologisch angepasste Pflanzenwahl aus. Die Bepflanzung orientiert sich an der ursprünglich am Ort vorgefundenen Vegetation. Durch die seitens der Stadt geförderte und vom wohnfonds_wien unterstützte Freiraumkoordination ist es in diesem Projekt möglich, über die klassischen Bauträgerplatzgrenzen „hinweg zu denken“. Der Freiraum fungiert als übergeordnete Klammer und identitätstiftendes Element für den neuen Stadtteil. Das gemeinsame Ziel des Projekts ist deshalb die Abstimmung der Materialien und Elemente im Freiraum ebenso wie der Wegeführung und Ausstattung der Kinder- und Jugendspielinfrastruktur. So war eines der erklärten Ziele der übergeordneten Freiraumkoordination z.B. die Vegetationsstrukturen - in Form von durchgängigen Pflanzbändern – so auszuformulieren, dass der verbindende Charakter innerhalb des Karrees, wie auch mit der unmittelbaren Umgebung gewährleistet wird. So werden verschiedene Eichenarten, Speierling oder Hopfenbuchen mit trockenheits- verträglichen Sträuchern, Stauden und Gräsern kombiniert. Derzeit erhalten die Rohbauten auf allen drei Wohnbauträgerplätzen bereits die Fassaden und die urbane Landschaft wird immer deutlicher ablesbar. Die Ausführung des Freiraums folgt nach dem Sommer. Die Fertigstellung der ersten Bauträgerplätze ist für Herbst 2009 geplant. Mitarbeit: Elisabeth Esterer-Vogel |
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