Wettbewerb zum Landesklinikum Thermenregion Neunkirchen - GesundheitsparkZweistufiger Realisierungswettbewerb (ohne Vertretung der Landschaftsarchitektur in der Jury) Für den vollständigen Neubau des Landesklinikums am Areal des bestehenden Krankenhauses wurden schlüssige Konzepte gesucht, die auch einer phasenweisen Realisierung entsprechen würden. Diese Vorgabe, sowie der anachronistische Ansatz sämtliche Stellplätze oberirdisch auf der Fläche unterzubringen (!) bildeten die Rahmenbedingungen. Für das Umfeld des Neuen Landesklinikums bedeutet dieser Anspruch, den enormen Stellplatzbedarf von 500 Fahrzeugen in ein übergeordnetes Landschaftskonzept einzuordnen. Dazu wird der Freiraum zunächst in großzügige Landschaftsräume mit jeweils eigenen Freiraumtypologien zoniert, die durch Baumreihen und Wegeverbindungen zusammengehalten und von den geforderten Stellplatzflächen durchzogen werden. Die Landschaft rund um das Neue Landesklinikum wird durch das Auffächern eines Baumrasters in Richtung Schwarza-Fluss und Haupteingang des Klinikums neu organisiert. Für die notwendige Übersichtlichkeit und Orientierung wird der Spitalneubau über einen breiten, mehrreihigen Baumvorbereich (Lindenbaumreihen) zur Erschließung angebunden. Dieser "Vorpark" dient aber auch zum tröstlichen Aufenthalt für gehfähige Patienten samt Besuchern. Von der Zufahrt an der Peischingerstraße und der dort situierten Bushaltestelle besteht nun - auch durch Akzentuierung mit Licht - ein direkter Blickbezug. Die markante Grundstücksecke zur Wiener Straße - Schubertgasse wird durch Anheben der Topographie und Pflanzung eines Pappelbaumrasters akzentuiert. Der Baumraster bildet schon jetzt die künftige Kubatur einer möglichen Spitalserweiterung ab; die dicht gepflanzten Säulenpappeln werden im Laufe der Jahrzehnte sukzessive ausgedünnt und zur Stangenholzgewinnung verwendet - eine typische Restproduktion für die Region Steinfeld / südliches Niederösterreich. Die Oberflächen der Stellplätze sind aus wasserdurchlässigem und zusätzlich durchgrüntem Schotterrasen hergestellt, sodass hier sowohl der ökologische Aspekt der Oberflächenwasserversickerung als auch der landschaftsgestalterische Anspruch eines abwechslungsreichen Parkbereichs gewährleistet ist. Am südlichsten Eck des Spitals sind die Therapiegärten situiert. Hier findet Bewegungstherapie auf unterschiedlichen Oberflächen und mit gärtnerisch intensiveren Aspekten statt. Die bepflanzten Flächen sind in den Föhrenbaumbestand integriert. Mitarbeit: Nicole Raker, Lisa Gracia |
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