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Wettbewerb Erweiterung Kunsthaus Zürich

Erweiterung Kunsthaus Zürich
2008
Zürich | Schweiz
Karte
 
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Architektur
Oskar Leo Kaufmann | Albert Rüf
 
Der Garten der Kunst unterteilt sich in zwei Bereiche auf zwei unterschiedlichen Ebenen: der abgesenkte Skulpturengarten und das grüne Plateau, das sich als Aufweitung des Grünzuges bis an die Kante zum Heimplatz zieht.

Die Gestaltung behandelt die Freiflächen wie einen Ausstellungsraum. Das Konzept des White Cube’s wird auf die Freiraumgestaltung übertragen und lässt Räume entstehen die keiner fixen Funktion zugeordnet sind, sondern vielfältig bespielt werden können. Einem White Cube gleich ist der Garten der Kunst flexibel und adaptiv was seine Nutzbarkeit und die Inszenierung der Ausstellungsobjekte betrifft. In seiner Erscheinung jedoch sind die Freiräume im Gegensatz zum White Cube identitätsstiftend und konkret.
 

Von der Heimplatzebene wird der urbane, geordnete Charakter über den Mall Bereich bis in den abgesenkten Skulpturengarten nach hinten geführt. Am Ende der Eingangshalle öffnet sich ein Raum mit einem Hain aus zwölf, in einem regelmäßigen Raster angeordneten Tokyokirschen. Die Bäume spannen eine lockere, transparente Überdachung auf, die über den Hof hinaus auf das Plateau wirkt. Entlang der Wände des abgesenkten Hofes erzeugt das Plätschern von Wasserfällen eine beruhigende Atmosphäre. Der Skulpturengarten ist visueller und akustischer Fokuspunkt beim Betreten des Kunsthauses vom Heimplatz aus.
 
  Das grüne Plateau zieht sich von der Treppe der alten Kantonschule bis nach vorne an die Kante zum Heimplatz und wird von diesem aus stadträumlich erlebbar. Diese Fläche wird als einheitliches Ganzes aufgefasst und bildet so den öffentlich nutzbaren Auftakt des Grüngürtels an der Hangkante in Richtung Uni/ETHZ. Das Plateau kombiniert in seiner Gestaltung Querverbindung und Garten und bildet einen weichen zusammenhängenden grünen „Teppich“ der die alte Kantonschule mit dem neuen Kunsthaus verbindet. Differenziert wird die Wiese durch unterschiedliche Oberflächentexturen und Ansaaten welche unterschiedliche Nutzungen zulassen: weiche Übergänge von Schotterkies zu Schotterrasen über Kräuterrasen bis hin zu unterschiedlich hohen Wiesenflächen produzieren ein Ganzes, das bis an die Kubaturen der Ausstellungsflächen heranreicht. Diese entstehende subtile Topografie aus differenzierten Grüntexturen lädt ein sie zu durchwandern, sich hinzusetzen, sich in die Wiese zu legen oder auch einen kleinen Einblick in die Ausstellungen von oben zu bekommen.  
 
Die Anordnung der Bäume am Dach folgt der Nutzung bzw notwendigen Beschattung. Die Platanen entlang der Querverbindung unterhalb der Kantonschule integrieren sich in die Gestaltung.  
 
Mitarbeit: Christian Haid
 
Luftbild

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