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Wettbewerb Besucherzentrum Carnuntum

Lageplan
2008
Petronell Carnuntum | NÖ
Karte
 
Partnerlinks:
 
Architektur und Konzeption
3:0 und Archipel
 
IOVI
(lat., dat. ‚Jupiter zu Ehren’)
 
Da man von der römischen Stadt Carnuntum heute nur noch sehr verstreute Ruinen von der einst cirka 10km² großen Stadt finden kann, stellen wir uns die Frage, wie man die damalige Ausdehnung für den Besucher der Region und des Freilichtmuseums heute räumlich erlebbar machen kann.
 
Das Projekt hat dazu Lösungsvorschläge in zwei verschiedenen Maßstäben:
 
Das gesamte römische Stadtareal von Carnuntum wird mittels eines auch von weitem sichtbaren Leitsystem spürbar gemacht: Kreuzungspunkte des römischen Landvermessungsraster werden mit abstrakten Schriftzeichen, Infocontainern und anderen Installationen markiert. Bestehende Pappelpflanzungen werden entlang der Wege und Flurgrenzen erhalten und weiter ausgedehnt, um die alten römischen Achsen sichtbar zu machen.
 
Das Besucherzentrum inszeniert den Weg von der Ankunft am Parkplatz durch die Ebenen der abstrakten Informationsvermittlung und des realen Überblicks über das historische Stadtgebiet bis hin zum Freilichtmuseum.
Der Weg zwischen dem Gebäude und den Ausgrabungsstätten wird mit spielerisch erfahrbarer Information angereichert: ein Spielplatz ermöglicht es, selbst einmal mit den Werkzeugen der Archäologen nach Funden zu graben, im Agrarium wachsen von den Römern zu uns gebrachte Pflanzen und die schmalen Fusswege dazwischen vermitteln die Größe verschiedener römischer Längenmaße.
 
Während die Räumlichkeiten des Besucherzentrums die nahe Umgebung ausblenden um die ausgestellten Informationen über das römische Carnuntum intensiver vermitteln zu können, ermöglicht ein angelagerter Aussichtsturm, der gleichzeitig auch eine wichtige Markierungsfunktion hat, erstmals einen Überblick über das gesamte historische Stadtgebiet.
 
Der Baukörper des Besucherzentrums ist ein horizontalen Riegel aus dem Freiräume ausgestanzt werden, sodass im Volumen differenzierte Bauteile und auch Aussenräume entstehen. Eine vertikale Scheibe nimmt die Proportionen des liegenden Riegels auf und verortet das Gebäude weiträumig.
 
Mitarbeit: Elisabeth Esterer-Vogel
 
Anfahrt

Anfahrt Mauer
Anfahrt Turm
Verkehrsberuhigung
Landmarks
Kassa-Shop
Rampe
Spielbereich
Parkplatz
Rampe
Vorhof
Fortbewegung
Rasterpunkte
Dachdraufsicht
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