
2011 | Berlin > Karte
Die Konzeption des vorliegenden Entwurfs für die Berliner Nordhafenpromenade erschließt sich aus drei Elementen, die sich ihr entlang erstrecken, Kontinuum und Rhythmus bilden und somit die Qualitäten des abwechslungsreichen Uferbereichs erlebbar machen.
Die Promenade
Die SCHIENE
Ein durchgängiges Flanieren am Ufer des Berlin-Spandauer Schifffahrtskanals wird mittels sparsam befestigter Flächen, kombiniert mit Schotterrasenstreifen, ermöglicht. Es entsteht eine extensive Uferzone mit den notwendigen festen Flächen, die eine barrierefreie Begehbarkeit anbieten.
Der Promenaden-Hauptweg aus grobkörnigem Makadam bewegt sich entlang des Ufers, zwischen Uferkante und Gebäudekante hin- und herschwenkend. Er ist aus abknickenden Eisenbahnschienen entwickelt, die sich in einer sanften, immer gleichen Krümmung aneinanderschmiegen und dabei Verdichtungsstellen, "Schweißnähte" bilden, an denen kleine Quartiersparks ("Grünquerungen") angelagert werden.
Das Geländer
Die LINIE
Der Promenadenweg entlang des Ufers wird - bis auf besondere Situationen, an denen aufgrund des vorgegebenen Höhenverlaufs das direkte Verweilen an der Wasserkante möglich ist - durch ein Geländer begleitet. Das Geländer bildet eine Orientierungs- und Konzeptlinie, die gemäß der Nord-Süd-Zonierung am Schifffahrtskanal einen Verlauf von städtisch/formal hin zu landschaftlich/offen beschreibt.
Die Grünquerungen
Der RAHMEN
Die gesamte Promenade erhält durch intensive Grünquerungen an den Kreuzungspunkten einen Rhythmus und eine klare Struktur. An diesen HotSpots werden Aktivitäten und individuelle Pflanzthemen gebündelt, Sitzgelegenheiten situiert und Aussichtspunkte formuliert. Die Grüntaschen selbst schaffen ein offenes Angebot für Sport, Spiel und Aufenthalt. In der Ausgestaltung der Nordhafenpromenade werden der extensive, naturräumliche Charakter der Promenade sowie die Qualitäten des Erlebnisraums Wasser unterstrichen. Urbane Zentren der zukünftigen Bebauung wurden herausgearbeitet und bieten ein breites Spektrum an Nutzungsmöglichkeiten.
Mitarbeit: Nicole Raker, Veronika Mungenast






