2011 | Graz > Karte
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„Er [Allah] breitete die Erde aus und warf sie auf die festgegründeten Berge, […]. Er hat die Erde zu einem Teppich für den Menschen gemacht und lässt die Lebewesen gleich Pflanzen aus der Erde sprießen, holt sie zurück und lässt sie von neuem entstehen.“  

Verse des heiligen Buches

Für den geladenen Wettbewerb um den Entwurf für ein Islamisches Kulturzentrum samt Moschee wurde der Freiraum des Grundstücks als großer „Teppich“ interpretiert.

Die Bezugslinien des Außenraumes wurden aus der Architektur und der Gebetsrichtung nach Mekka entwickelt und knüpfen ein Netz über das gesamte Grundstück.

Die so entstehende Zonierung aus zentralem Moscheenhof, der ruhig inmitten der Anlage liegt, und verschiedenen Zugangs- und Aufenthaltsbereichen wird thematisch zu einem Gesamtteppich verknüpft.

Der Moscheenhof, als zentraler und kontemplativer Mittelpunkt des neuen Komplexes, wird randlich von einem Flugdach begrenzt und schafft einen starken Kontrast zwischen Licht und Schatten. Der entstehende Wandelgang steht in einem Spannungsverhältnis zum ebenen, hellen  Hof, der verschiedenst bespielt werden kann.  Die an den Rändern angelagerten Sitzintarsien mit Treillagemotiv laden zum Verweilen und Beobachten ein.

Aus der zentralen, freigestellten Fläche bricht ein Pflanzbeet (das Paradies) hervor. Dieses Pflanzbeet, der Paradiesgarten, zitiert mit seinem grünen Teppichmotiv aus roten Rosen, weißen Lilien und blauen Anemonen aus dem heiligen Buch.

Der Wasserhof mit seinem Wandbrunnen (zitiert die Quelle Salsabil) und der immergrünen Zeder  - als schattenspendendem Baum - steht für einen eigenen Bereich, der einen zurückgezogenen Charakter aufweist und Ruhe ausstrahlt.

Mitarbeit: Nicole Raker

Innenansicht

Schaubild Paradiesgarten

Grundriß

Modell

Modell

Modell

Konzept Teppich

Schemareihe Bauphasen

Schemareihe Bauphasen