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Wohnen im Struber Areal

Mit ihrem prächtigen Vegetationsbestand und zahlreichen überwachsenen räumlichen Nischen und Plätzen der ehemaligen Nutzung bildet das Areal der ehemaligen Struber Kaserne eine willkommene Oase im städtischen Muster von Maxglan. Dieser Umstand und die Vorgabe, neben einer Wohnnutzung auch einen Stadteilpark einzurichten, bildet die Basis für eine städtebauliche Annährung vonseiten der Landschaftsarchitektur.

„Struberpark“ - Ein fertiger Stadtteilpark für wenig Geld!

Grünraum zuerst.
Die sehr engen finanziellen Vorgaben für die Errichtung von Wohnraumgrün und eines rund 1,4ha großen Stadtteilparks begünstigen die Strategie der Festlegung einer „Kritischen Oberfläche“ zur Definition von Grünraum und daraus resultierenden Bebauungsfeldern.
Im Zuge der Bauvorhaben werden diese Räume in hohem Grad geschützt und bleiben von der Bauabwicklung völlig unberührt. Erst während des Zeitraums der Fertigstellungsarbeiten für den Wohnbau werden diese Bereiche der „Kritischen Oberfläche“ bearbeitet. Baumschnitt- und Baumpflegemaßnahmen, Baumergänzungspflanzungen und die Sanierung von Weg- und Platzflächen werden erst zu diesem Zeitpunkt durchgeführt.

Grünraum – Wohnen im „Struber Areal“

Die Bereiche des „Struber Park“ und die Aussenanlagengestaltung der Wohnanlagen greifen fingerartig ineinander über. Jeder Bauteil erhält ein Passepartout aus Wohngärten für die Erdgeschoßzone und angelagerte halböffentliche Bereiche mit zahlreichen Spielmöglichkeiten, die jeweils unterschiedlich ausgestaltet werden (Topografie, Oberfläche, Freiraumtypologie).

Freiraumvokabular - Fertigbetonmodul & Leitbepflanzung

Unter der Annahme, dass wesentliche qualitative Räume und Flächen für den Grün- und Freiraum bereits vorhanden sind und nur geringe finanzielle Mittel zur Verfügung stehen, beschränkt sich die Ausstattung im Struber Park vorerst auf ganz wenige bauliche Maßnahmen. Diese sind klar ablesbar und funktionieren als eine Art Leitsystem. Mit Hilfe eines Modulsystems aus hell eingefärbten Fertigbetonsteinen (40x100cm) sollen die funktionalen Ränder, Grenzen und besondere Aufenthaltszonen markiert und gefasst werden. So werden diese Steine entweder an ihrer Längs- oder Breitseite aneinandergereiht und bilden so die Weg- und Platzeinfassungen. Die ein- oder beidseitige Einfassung von befestigten Flächen, die Verwendung der Fertigteilelemente als Trittsteine im angrenzenden Grünraum und der Gestaltung von ausgewiesenenen Sitz- oder Aufenthaltsflächen mit ebendiesen, schaffte eine zusammenhängende Figur im Park und über das Quartier hinaus ("Maxglander Band" oder "Grünzug Siezenheim").

Mitarbeit: Nicole Raker, David Dobetsberger